Mehrtagesfahrt der Dienstagsarbeiter nach Erzbach im Odenwald
In den vergangenen beiden Jahren waren die Dienstagsarbeiter mit ihren alten Traktoren unterwegs im Pfälzer Wald mit Übernachtung in Wilgartswiesen.
Dieses Jahr sollte einmal eine andere Region in Deutschland erkundet werden und es wurde vorgeschlagen, einmal in den Odenwald zu fahren.
Ralf suchte im Vorfeld auf der Karte einen zentralen Ort im Odenwald, von dem aus man Tagestouren in die nähere Umgebung starten kann.
Die Wahl fiel auf das Hotel Berghof in Erzbach und schnell waren die Zimmer vom 23.06. bis 26.06 gebucht.
Für die Hinfahrt suchte Thomas eine möglichst direkte Verbindung mit der Wander- und Fahrrad App Komoot heraus.
Am 23.06. trafen sich Berthold, Edgar, Ralf, Reiner, Timo, Thomas und Wolfgang gegen 09:00 Uhr an der Kerschdekipperhalle in Unteröwisheim und nahmen die Strecke mit geplanten 80 Kilometern unter die Räder. Der erste Teil der Strecke führte weitestgehend über öffentliche Straßen bis nach Meckesheim. Kurz vor Meckesheim wurde ein kurzer Stopp eingelegt, um sich die Beine etwas zu vertreten und einem natürlichen Bedürfnis nachzugeben.
Danach wurden überwiegend Feld- und Waldwege genutzt, um nach Neckargemünd zu gelangen. Dort trafen die Fahrer um die Mittagszeit ein und beschlossen, einen Halt einzulegen und etwas für den Magen zu tun. Im Ort fand sich eine Metzgerei mit Imbiß und jeder stärkte sich mit einer kleinen Mahlzeit nach seinem Geschmack.
Frisch gestärkt überquerten die Ausflügler den Neckar und erreichten so hessisches Terrain. Jetzt wurden mehr oder weniger nur noch einsame Wege durch Wald und Flur befahren und führten die Gruppe über teils abenteuerliche Wege nach Siedelsbrunn. Da sich langsam wieder etwas Hunger einstellte, wurde hier die Gelegenheit beim Schopf gepackt und in einer Bäckerei bot sich eine Stärkung mit Kaffe und Kuchen an.
So langsam kamen die Fahrer dem Ziel näher und erreichten dies nach einer insgesamt 80 km langen Fahrt mit 1.300 überwundenen Höhenmetern, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,2 km/h und reiner Fahrzeit von knapp 5 Stunden in Erzbach. Es musste nur einmal kurz gewendet werden, da ein Weg, der von der App angezeigt wurde, fast kaum zu erkennen war. Eine Schranke bei einem Waldweg war glücklicherweise nicht abgeschlossen, so dass das Ziel ohne Umwege, wie geplant, erreicht wurde.
Die Hoteliers hießen die Fahrer herzlich willkommen und schnell waren die Zimmer bezogen. Nach einer kurzen Ruhepause trafen sich die Ausflügler am frühen Abend im Restaurant und ließen sich von der guten Küche des Hotels verwöhnen. Der Tag neigte sich jetzt dem Ende zu und bald waren die Teilnehmer froh, zur verdienten Nachtruhe zu kommen.
Am ersten Tag im Odenwald trafen sich die Fahrer um 8:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und genossen das reichhaltige Buffett. Nach der ersten Stärkung für diesen Tag wurde ein grober Plan für eine Fahrt entworfen. Es wurde sich für den Aussichtsturm Tromm entschieden, der auf einer Anhöhe mit 577 Metern liegt und einen fantastischen Blick über den Odenwald und die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen bietet, wenn die Sicht mitspielt. An diesem Tag war es sehr windig und diejenigen, welche die Stufen des Turmes bis oben bestiegen hatten, waren froh, eine Jacke mitgenommen zu haben. Nach einem gemeinsamen Bild führte die Fahrt weiter nach Wald-Michelbach. Auf der Hinfahrt war ein Hinweis aufgefallen, dass man von Wald-Michelbach aus eine Fahrt mit einer Pedal-Solar-Draisine unternehmen kann. Das stieß auf Interesse seitens der Teilnehmer und tatsächlich war noch eine Fahrt an diesem Tag zu bekommen. Kurzentschlossen wurde diese gebucht und so gind die wilde Reise mit der Draisine nach Mörlenbach-Mitte. Mittels Muskelkraft von insgesamt 4 Personen und unterstützt durch Solarkraft, werden diese Draisinen in Bewegung gebracht und der Rest der Passagiere kann entspannen. In Mörlenbach konnte die Zeit bis zur Rückfahrt mit einem Rundgang durch den Ort oder einfach nur zum Essen und Trinken und für interessante Gesprächen genutzt werden.
Die Rückfahrt nach Wald-Michelbach ging schnell vorüber und nach einem Abschlußfoto vor einer der Draisinen fuhren die Teilnehmer zurück ins Hotel, um den Abend mit einem guten Essen und guter Unterhaltung abzuschließen.
Am zweiten Tag wurde sich zur gewohnten Uhrzeit zum Frühstück getroffen und beschlossen, an diesem Tag nach Erbach zu fahren. Wolfgang, Ralf und Edgar wollten an diesem Tag etwas entspannen und so fuhren die 4 unverwüstlichen Berthold, Ralf, Reiner und Thomas nach Erbach. Auf dieser Tour ist dann passiert, was irgendwann kommen musste: Auf Nebenwegen durch Wald und Flur ging es in Richtung Erbach.
Wohlbehalten wurde das Ziel erreicht und der Aufenthalt zu einer Besichtigung des historischen Stadtkerns genutzt. Erwähnenswert ist das Rathaus, welches als Vorlage für Modelleisenbahnen diente. Vor der Weiterfahrt wurde der Flüssigkeitsvorrat noch aufgefüllt, damit bei den herrschenden Temperaturen keine Gefahr der Dehydrierung aufkommen sollte.
Das nächste Ziel war der Marbach-Stausee, welcher über teils abenteuerliche Radwege und Nebenstrecken angefahren wurde. Hier wurde ein Halt eingelegt, aber leider gab es vor Ort keine Gastronomie. Die Zeit wurde für einen Spaziergang entlang des Ufers genutzt, und Thomas entschied sich, den See einmal zu umrunden. Das ging schneller als gedacht und nach einem einstündigen Aufenthalt ging die Fahrt weiter.
Da die Teilnehmer Hunger hatten, suchten sie nach einer Möglichkeit, etwas zu essen. Dafür bot sich Hüttenthal an, aber die einzige Konditorei des Ortes hatte geschlossen. So blieb nur noch die Käserei Hüttenthal übrig, an der ein kleiner Imbiss angeboten wurde.
Frisch gestärkt ging es jetzt zurück zum Hotel, wobei es stellenweise recht abenteuerliche Wege waren, die befahren wurden. Eine alte Holzbrücke wurde befahren, und Reiner sagte nach der Tour, nachdem Thomas mit seinem John- Deere nicht eingebrochen ist, hat er sich mit seinem Fendt auch über die Holzbrücke getraut.
Der Rest des Nachmittags wurde zum Entspannen genutzt, wozu sich das kleine Schwimmbad und der Whirl-Pool bestens eigneten. Anschließend wurde noch etwas gekegelt, was den Teilnehmern viel Spaß machte.
Zum Abschluß des Tages wurde wieder das gute Essen des Hotels eingenommen und leider stand auch schon die Planung für die Rückfahrt am nächsten Tag an.
Es waren Gewitter und teils starke Regenfälle für diesen Donnerstag vorhergesagt und so wurde beschlossen, spätestens um 09:00 Uhr am Donnerstag die Heimfahrt anzutreten.
Das Frühstück durfte natürlich nicht ausgelassen werden und gestärkt machten sich die Oldtimerfreunde auf den Weg Richtung Heimat. Es war beschlossen worden, möglichst ohne großen Zeitverlust zu fahren und deshalb wurden nur Landstraßen genutzt. In Neckarsteinach wurde die erste längere Pause eingelegt und eine Stärkung zu sich genommen. Anschließend ging die Fahrt zurück nach Unteröwisheim ohne große Probleme von statten und die Fahrer erreichten die Heimat am frühen Nachmittag, ohne dass sie von einem Gewitter oder Regen überascht worden wären.
Alles in Allem waren es 4 schöne Tage im Kreise von Gleichgesinnten und im nächsten Jahr ist auf jeden Fall eine Fortsetzung geplant. Wohin es dann gehen wird, wird sich noch zeigen. Es ist auf jeden Fall schön, wenn die Fahrer, egal wo sie gerade unterwegs sind, von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern positiv wahrgenommen werden. Auch wenn die langsamen Traktoren manchmal für lange Schlangen sorgen, haben die anderen Verkehrsteilnehmer überwiegend Verständnis für die Liebhaber der alten Traktoren. Und wenn dann auch noch das Wetter mitspielt und der Regen ausbleibt, dann sind die perfekten Bedingungen für einen solchen Ausflug gegeben.

